Irrwege Pestizide – Eine Wanderausstellung der NABU

„Irrweg Pestizide“

Eine Wanderausstellung des NABU, präsentiert von de KAP
Informationen für Laien und Fachkundige
Quelle : NABU Brandenburg

Unsere Sorge um das tägliche Brot haben wir an Lidl, Aldi, Edeka und anderen Großwarenhäusern delegiert, von denen wir erwarten, dass sie uns alles liefern, was wir essen möchten, und das möglichst preiswert. Aber: Weltweit nimmt die Bodenfruchtbarkeit ab, die Erosion nimmt zu, die Wüstenbildung schreitet voran. Und es tauchen immer mehr Probleme auf: Resistenzentwicklung bei Unkräutern und Schädlingen, Grundwasserverschmutzung, soziale Probleme, Gesundheitsprobleme, Artenverlust, der gerade beim Klimawandel eine große Gefahr darstellt.

Wie sicher können wir sein, dass das Wichtigste, was der Mensch zum Leben braucht, auch in Zukunft ausreichend verfügbar ist? Kann man sich auf die beruhigende Behauptung der Agrarindustrie verlassen, dass sie mit Düngung, Pestiziden und Einheitssaatgut alles im Griff hat? Pestizide werden weltweit in riesigen, und immer weiter steigenden Mengen auf die landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Die Ausstellung zeigt das hohe Risiko auf, das wir mit einem „weiter so“ eingehen.

Frau Dr. Anita Schwaier, Toxikologin und Initiatorin der Ausstellung, hat mit Hilfe von Mitstreiter/innen auf 12 Tafeln die Folgen der Pestizidanwendung im Boden, bei Tieren, Pflanzen und beim Menschen beschrieben. Ferner werden die Zusammenhänge aufgezeigt, die einen Wandel so schwer machen. Dahinter stehen mächtige finanzielle Interessen, die die Politik und die öffentliche Wahrnehmung beeinflussen. Ein wichtiger Aspekt der Ausstellung ist die Darstellung der Alternativen, die in 10 Strategien des ökologischen Landbaus beschrieben sind. Die 13. Tafel zeigt einen möglichen Ausweg. Bis Mitte Juni 2018 ist die Ausstellung im Brandenburger Landtag in Potsdam zu sehen. Eine zweite Ausführung kann bereits früher verliehen werden.

Bei „Irrweg Pestizide“ handelt es sich um eine verleihbare Wanderausstellung. Sollten Sie Interesse an der Ausstellung haben – schreiben Sie an kontakt@kap-eupen.be oder anrufen unter 087/55.30.48;

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