Soziale Sicherheit im Wandel

Gegenwärtig stehen die sozialen Sicherungssysteme der europäischen Wohlfahrtsstaaten vor neuen, großen Herausforderungen, hervorgerufen durch langfristige und grundlegende ökonomische, politische sowie soziale Wandlungsprozesse. Diese wiederum erscheinen in verschiedenen Facetten. Gemein ist diesen Wandlungsprozessen, dass sie die Angebots- und Nachfrageverhältnisse auf den Arbeitsmärkten sowie damit zusammenhängende Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherung beeinflussen und in der Folge zu einem „Altern des wohlfahrtstaatlichen Arrangements“ führen.

Besonders in einem Grenzgebiet wie der Deutschsprachigen Gemeinschaft, mit Arbeitnehmern, die in Belgien, in Deutschland, in Luxemburg oder in den Niederlanden beschäftigt sind, stellt sich die Frage, wie es da um die Konvergenz der Sozialsysteme steht? Und wann darf man erwarten, dass die EU nicht nur mehr die EU des Geldes und der Konzerne sondern auch eine EU der Burger und der gemeinsamen sozialen Absicherung ist?

Prof. Dr. Werner Sesselmeiers Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Arbeitsmarkttheorie und -politik, auf die Auswirkungen von Migration und demographischem Wandel auf die soziale Sicherung, auf die Möglichkeiten und Implikationen einer Verzahnung von Steuer- und Sozialsystemen, auf die Beschäftigungswirkungen des Steuer- und Transfersystems und die Sozial- und Beschäftigungspolitische Implikationen der EWU.

Auf Einladung der KAP und des WSR (dem Wirtschafts- und Sozialrat der DG) wird Prof. Dr. Sesselmeier von der Universität Koblenz-Landau am Montag, den 18. Februar um 19 Uhr in Eupen-Unterstadt (Hütte 79) zu diesem Thema referieren.

Eingeladen sind alle Interessierte. Der Eintritt ist frei.

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